Die Bestimmung der Frau anhand der Bilder slawischer Göttinnen

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Inhalt:

Die Bestimmung der Frau ist ein Thema, über das derzeit viele Meister sprechen. Und das ist durchaus berechtigt, denn wir – die Frauen von heute – haben in vielerlei Hinsicht sowohl unsere Bestimmung als auch unser weibliches Wesen verloren.

Eine wichtige Aufgabe im Leben jeder Frau ist es, die Eigenschaften der Seele, Talente, Fähigkeiten, Weisheit und Gaben, die wir von unseren Vorfahren erhalten haben, so umfassend wie möglich zu entfalten.

In diesem Beitrag möchten wir einen längst vergessenen Blickwinkel einnehmen und über die Bestimmung und Zielsetzung aus weiblicher Perspektive sprechen, indem wir die Bilder von 9 slawischen Göttinnen beleuchten.

Wie slawische Göttinnen bei der Entfaltung der Bestimmung helfen

In jeder Frau lebt eine Göttin. Das bedeutet, dass eine Frau von Geburt an vollkommen ist. Die Frage ist nur, wie sie ihre inneren Qualitäten entwickelt. Das Streben, eine Göttin zu werden – das ist Zielsetzung aus weiblicher Sicht.

In jedem Samenkorn eines Baumes oder einer Blume ist die gesamte Information über die ausgewachsene Pflanze gespeichert. Wenn das Samenkorn nicht keimt, entfaltet sich sein Potenzial nicht.

So kann auch eine Frau ein Samenkorn bleiben, in dem wundersame Geheimnisse und Reichtümer verborgen sind.

Sie kann sich jedoch entscheiden, ihre Talente durch Zielsetzung zu entfalten: die Fähigkeiten und Fertigkeiten zu entwickeln, die sie von den Frauen ihrer Familie geerbt hat – und Neues hinzuzufügen. Dann wird das Samenkorn keimen und sich in einen wunderschönen Obstbaum oder eine Blume verwandeln.

Frauen werden oft mit einem Obstbaum verglichen, denn ihre Bestimmung ist es, Gedanken und Träume in die Materie zu bringen, Früchte zu tragen und nicht nur zu blühen und zu duften. Dabei helfen den Frauen die Göttinnen.

Es gibt viele Religionen, Glaubensrichtungen und Göttinnen auf der Welt. In diesem Artikel geht es um neun russische Göttinnen, die in der slawischen Mythologie häufig vorkommen und bekannt sind.

Wer sind die slawischen Götter?

Die russischen Göttinnen und Götter sind – im Gegensatz zu den Göttern anderer Länder – keine erfundenen energetischen Wesen und Entitäten. Sie sind die Urmütter, Urväter, Urgroßmütter und Urgroßväter des russischen Volkes, also ihre direkten Vorfahren, und helfen daher allen.

Die Wechselbeziehung zwischen Göttern und Vorfahren

Die ersten Menschen, die sich auf dem Planeten Erde in einem Körper inkarnierten, sind die Götter und Göttinnen. In der Erinnerung der Menschen sind sie als Verkörperungen menschlicher Eigenschaften geblieben. Männliche Götter sind Verkörperungen männlicher Eigenschaften, weibliche Götter verkörpern weibliche.

Die weibliche Bestimmung durch die Bilder der Göttinnen

Die Göttin Makosch


Eine reife Frau mit schlanken, langen Fingern, die eine Spindel drehen. Auf die Spindel wird der endlose Faden des Schicksals gewickelt.

Makosch ist für den Lebensweg, für das Schicksal des Menschen verantwortlich. Ihr Symbol ist die Spinne.

Die Spinne ist auch die Helferin des Hausgeistes im Haus.

Makosch ist für Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge zuständig.

Diese Göttin kommt zur Hilfe, wenn sich im Leben eines Menschen eine unverständliche Situation ergibt, wenn es schwer ist zu begreifen, was, warum und wozu geschieht.

Makosch steht Frauen und Mädchen bei. Man wendet sich an sie mit Bitten um eine glückliche Ehe, um eine glückliche Geburt, um die Gesundheit der Kinder und um den Erhalt der Familie. Man sang ihr Lobeshymnen auf den Segen der Erde und der Saat an und bat um eine reiche Ernte.

Vasilisa die Weise – ebenfalls eine Verkörperung der Göttin Makosch. Sie hat einen starken, aber launischen Charakter. Sie ist denen wohlgesonnen, die standhaft und geistig wach sind, die trotz aller Widrigkeiten voranschreiten, die das Leben preisen und um des Lebens willen Heldentaten vollbringen.

Die Göttinnen Dolja und Nedolja

Makosch hat zwei Helferinnen: Dolja und Nedojia, oder Glück und Unglück.

Denjenigen, die einen starken Geist haben, schickt sie die Göttin des Erfolgs und des Glücks, Dolja, zur Hilfe. Denjenigen hingegen, die ihre Träume verraten, die Hände sinken lassen, aufgeben, in Depressionen verfallen und sich ständig beklagen, schickt Makosch Nedolja. Die beiden Helferinnen kommen nicht als Strafe, sondern um dem Menschen zu helfen. Nedolja verstärkt negative oder verwirrende Situationen und lehrt, wie man aus ihnen herauskommt. Sie gibt dem Menschen einen „Ansporn“, damit er wieder auf die Beine kommt und zu handeln beginnt. Im Gegensatz dazu schenkt die Göttin Dolja dem Menschen, wenn sie sieht, dass er sich bemüht, Inspiration und Kraft, weiterzumachen.

Tatsächlich sind Dolja und Nedolja eins. Alles hängt von der Frau ab, davon, wie sie die Situation wahrnimmt. Wenn eine Frau in allem, was auch immer geschieht, positive Aspekte finden kann (im Zustand des „dafür“ sein), dann wird das Schicksal ihre ständige Begleiterin sein.

Die Göttin Lada

Lada-Matuschka – die helle Göttin der häuslichen Feuerstelle und der Gemütlichkeit.

Laduschka-Gottesmutter – eine der ältesten Göttinnen. Die Göttin-Ehefrau, die verheiratete Frau. Sie sorgt dafür, dass in jeder Familie Frieden und Ordnung herrschen, dass es ruhig und behaglich ist.

Eines der Symbole von Lada ist das besäte Feld. Dieses Zeichen wird oft auf Sarafane, Geldbörsen und Mädchenhandtaschen gestickt. Es hilft dabei, kräftigen Nachwuchs zu zeugen, Kinder großzuziehen und das Haus in Reichtum und Wohlstand zu erhalten.

Eines der Symbole von Lada ist ein bestelltes Feld. Dieses Motiv wird oft auf Sarafane, Geldbörsen und Mädchenhandtaschen gestickt. Es soll dabei helfen, kräftigen Nachwuchs zu zeugen, Kinder großzuziehen und den Haushalt in Wohlstand und Reichtum zu erhalten.

Götter und Menschen haben Lada stets mit Respekt behandelt. Besonders verehrt wird Lada von verheirateten Frauen, denn diese Göttin ist eine reife, verheiratete Frau in der Blüte ihrer Kräfte.

Die Zeit der Göttin Lada kommt am Ende des Frühlings und zu Beginn des Sommers. Alles, was Lada berührt, blüht auf und beginnt Früchte zu tragen.

Eine der Hauptaufgaben der Göttin ist es, alles in Einklang zu bringen – in der Familie, in Beziehungen, in der Seele. Lada ist ein Symbol für Eintracht und Gleichgewicht in allen Lebensbereichen.

Die Göttin Schiva

Schiva verkörpert Schönheit, Fruchtbarkeit, den Reichtum der Natur und des Menschen.

Die Farbe der Göttin ist Grün: grüne Bäume, grünes Gras. Schiva symbolisiert das Leben in all seinen Erscheinungsformen. Die Natur offenbart sich dem Blick in ihrer ganzen Schönheit und Frische.

Das Symbol der Göttin und ihre Helferin ist der Kuckuck.

Woher stammt in Russland die Tradition, den Kuckuck zu fragen, wie lange man noch zu leben hat, und darauf zu achten, wie oft er ruft? Diese Tradition geht auf slawische Mythen und Überlieferungen zurück. Der Kuckuck lebt im Paradiesgarten – Irie – und kennt die Zukunft des Menschen, denn Schiva ist für das Leben verantwortlich.

Die Göttin Schiva besitzt lebensspendende und auferweckende Kraft. Sie kann den Menschen und seine Gefühle wiederbeleben.

Schiva wird auch mit Gesundheit und Hauswirtschaft in Verbindung gebracht. Nicht umsonst klingt ihr Name ähnlich wie die russische Wörter „Leben (Zhisn`)“ und „Bauch (Zhivot)“. Schiva unterliegt alles, was die sichtbare Welt betrifft – Gesundheit vom Körper und Haus und Reichtum.

Die Göttin Mara

Zhiva hat eine Schwester namens Mara – ihr Gegenpol.
Mara – oder Marena, Morena, Morana – ist die Göttin des Todes und des Winters.

Das Symbol der Göttin ist der schwarze Mond und die Sichel, mit der sie den Faden des Lebens durchtrennt.

Das Wort Mara bedeutet „Mutter Ra“, „diejenige, die das Licht der Sonne gebiert“. Tatsächlich folgt auf den Tod immer das Leben.

Mara ist für Prüfungen und Lektionen zuständig; ihre Hauptaufgabe besteht darin, zu reinigen und von Altem und Überholtem zu befreien.

Ihre Herrschaftsgebiete sind über die ganze Welt verstreut, doch am meisten liebt die Göttin die eisigen Felsen im fernen Norden. In dem Märchen „Die Schneekönigin“ wird das Bild von Mara beschrieben, und im Märchen „Die Schneemädchen (Snegurochka)“ die junge Mara.

Diese Göttin lebt zurückgezogen dort, wo Kälte und Eis herrschen, denn nur in der Einsamkeit kann man sich selbst erkennen und sich von Störungen befreien.

Neben Maras Palast fließt der bodenlose Fluss Smorodina, der Jav und Nav trennt, der Fluss zwischen Leben und Tod. Dort befindet sich auch die schreckliche, verzauberte Kalinow-Brücke. Diese Bilder haben ihren Ursprung in russischen Mythen und Märchen.

Der Tod, den Mara schenkt, ist keine Unterbrechung des Lebens, sondern eine Verwandlung, ein Übergang in einen neuen Zustand.

Im Herbst und Winter findet eine Art „Einschlafen“ statt, während im Inneren der Erde die Überreste von Pflanzen und Tieren verrotten – die Vorbereitung auf den Frühling. So verhält es sich auch mit den Menschen: Mara hilft dabei, das zu verarbeiten, was mit dem Menschen geschehen ist, und sich auf die Erfüllung vorzubereiten.

Die Göttin Karna

Die Schutzpatronin der Neugeburten und der menschlichen Wiedergeburten.

Der Name der Göttin liegt den Wörtern Inkarnation und Reinkarnation zugrunde. Von hier stammen auch die Wörter Karma und Strafe (im russsichen Kara).

Die Göttin Karna vereint in sich sowohl Reinkarnation als auch Karma und Strafe.

Eine der Bestimmungen der Göttin ist es, jedem Menschen ein Geschenk zu überreichen: das Recht auf Befreiung von Fehlern und Taten, die im Laufe des Lebens begangen wurden.

Dank dieser Göttin erhält der Mensch das Recht und die Möglichkeit, seine göttliche Bestimmung zu erfüllen. Sie ermöglicht es, die Fehler zu erkennen, die der Mensch begeht, die Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge nachzuvollziehen und etwas zu korrigieren.

Karma ist für das Gesetz des Karmas verantwortlich.

Wenn man sagt, dass es kein Karma gibt, ist das gleichbedeutend damit, dass es kein Gesetz der Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge gibt. Alles hat einen Anfang, eine Folge, eine Fortsetzung und ein Ergebnis – das ist das Gesetz der Physik und des gesamten Universums. Es ist unmöglich, dieses Gesetz aufzuheben.

Wenn ein Mensch mit Ahnenprogrammen arbeitet und etwas korrigieren möchte, sollte er diese Göttin um Hilfe bitten. Sie hilft dabei, die Folgen dessen zu erkennen, was geschehen ist – die Spur –, die Ursache zu finden und das Problem zu beheben, indem sie das Knäuel entwirrt.

Wenn ein Mensch seine Fehler jedoch nicht korrigiert, holt ihn die Strafe ein. Nicht, um ihn zu bestrafen, sondern um das Gesetz zu erfüllen. Die Göttin Karna bestraft den Menschen nicht, sondern hilft ihm lediglich, seine Fehler zu korrigieren.

Die Göttin Lelja

Ein junges, schönes Frühlingsmädchen.

Frühling, Sonne, Liebe – all das ist das Verdienst der Göttin Lelja. Die Göttin kommt nach dem Winter zu den Menschen und löst Mara ab. Mara schläft ein, verschwindet, und alles erwacht, wird lebendig.

Wenn Schnee und Eis schmelzen, Bäche fließen und die ersten Blätter erscheinen, wenn das erste Gras sprießt – dann ist es Lelja, die die Natur erweckt. Die junge Göttin ist der Atem des Frühlings selbst, warm und angenehm. Die erwachte Natur ist bereits Schiva, und die ersten Vorboten des Frühlings schafft Lelja.

Lelja hilft jungen Mädchen, die sich auf die Ehe vorbereiten, und steht ihnen bei. Sie achtet darauf, dass die Mädchen in moralischer Reinheit aufwachsen und sich vor weltlichen Torheiten und fleischlichen Leidenschaften hüten.

Die junge Göttin ist ein Symbol für Keuschheit, Reinheit und Moral. Deshalb verehrten und liebten die Mädchen diese Göttin – die Verkörperung mädchenhafter Reinheit.

Lelja wird gewöhnlich als schlanke, blondhaarige Jungfrau mit fröhlichem, schelmischem Wesen dargestellt, die zu Frühlingsbeginn auf einer Blumenwiese steht.

Sie begrüßt den Sommer, schenkt den Menschen gute Laune und stimmt sie auf positive Gedanken ein. Die Gedanken und Bilder, die durch das Wirken dieser Göttin entstehen, sind stets hell und rein.

Die Birke – der Baum von Lelja – symbolisiert Jungfräulichkeit und Jugend.

Für Frauen ist es wichtig, sich an Lelja zu erinnern, an ihren warmen Frühlingshauch, wenn es kalt ist, wenn Winter ist. Wenn eine Frau feststeckt, wenn sie zu ernst geworden ist, soll sie sich daran erinnern, dass Lelja in jeder von uns steckt.

Manchmal muss man einfach ein unbeschwertes Mädchen sein, eine junge Frau, die lacht, johlt und spielt.

Die Göttin Rada

Rada ist eine reife, schöne Frau. Auf ihrem Gesicht spielt ein leichtes, angenehmes Lächeln.

Der Name der Göttin Rada steht für die Natur, den Regenbogen. Wie dieser ist die Göttin vielfältig, leuchtend, hell und abwechslungsreich.

Die Göttin ist ein Symbol der Freude. Rada ist verantwortlich für die Freude an jedem Augenblick des Lebens. Freude ist nicht nur eine Farbe, nicht nur eine Emotion – sie hat viele Facetten.

Die Göttin erfüllt den Menschen mit verschiedenen Farben und Freude. Sie offenbart sich in der Kunst und in der Kreativität Man kann sich an Rada wenden, um Rat und Hilfe zu erhalten, wenn einer Frau das Schöpferische am Herzen liegt.

Rada kann launisch sein, wenn ein Mensch unaufrichtig ist, in Lügen lebt und in seinem Herzen Bosheit und Zorn hegt. Einem solchen Menschen wird Rada nicht helfen, da sie der Ansicht ist, dass ein wahrer Schöpfer des Lebens mit Liebe und Freude kreieren würde. Sie selbst schenkt den Menschen Freude.

Es gibt den Glauben, dass einem Menschen großes Glück bevorsteht, wenn er einer Frau begegnet, die Rada symbolisiert.

Es ist wichtig, sich an die Göttin Rada zu erinnern, wenn es kalt und traurig ist, um sich mit Freude zu erfüllen.

Die Göttin Dana

«Dana-Schwesterchen, Dana-Wässerchen, hilf mir» – diese Anrufung des Wassers ist häufig anzutreffen.

Dana ist die weibliche Wassergöttin.

Sie ist ein hellgesichtiges Mädchen, ein Fluss, der ein lebensfrohes Lied plätschert. Sie tränkt mit Wasser, wäscht mit Regen in der Dürre. Die gütige Göttin schenkt allem Lebendigen Leben.

Das Baum der Göttin ist die Weide.

Wasser – eine Manifestation der Göttin Dana – ist das Element der Reinheit, des Aufsaugens und der Entwicklung. Wasser ist ständig in Bewegung und bildet daher die Grundlage für Gesundheit und Schönheit.

Für Frauen ist die Göttin Dana nah, denn die weibliche Natur ist fließend. Wenn Frauen in Bewegung bleiben, sind sie gesund und schön. Wasser reinigt und erfüllt; man kann sich damit waschen und reinigen, aber auch mit neuem Wissen, neuen Fähigkeiten und neuer Kraft erfüllen.

Die Kommunikation mit Dana oder die Rituale erfolgen durch das Waschen oder das Werfen von Gegenständen ins Wasser. Als Dank an Dana wurden neben einer Wasserquelle oder einem Brunnen Gefäße zurückgelassen, damit ein müder Reisender trinken konnte. Man glaubte, dass man denjenigen tränken müsse, der trinken wolle, d. h. dem Menschen die Möglichkeit geben müsse, sich selbst zu füllen.

Danas Bestimmung ist jeder Frau vertraut: ein geschmeidiger, plätschernder Bach zu sein, Wasser zu sein; sich zur rechten Zeit zu reinigen und zur rechten Zeit zu füllen.

Die Göttin Magura

Sie ist eine Jungfrau, die Tochter Peruns.

Sie ist wunderschön, beflügelt und in gewisser Weise kriegerisch. Die Göttin ähnelt ein wenig den skandinavischen Walküren, nur ist ihr Charakter gütig.

Sie hilft stets den Kriegern und Helden, macht den Kämpfenden Mut, inspiriert sie und erfüllt ihre Herzen mit Freude und Hoffnung. Wenn ein Krieger auf dem Schlachtfeld erschöpft ist und sie anruft, schenkt sie ihm Inspiration und Kraft für Heldentaten, um voranzukommen.

In der heutigen Welt finden Kriege auch auf anderen Ebenen statt – Magura hilft auch in diesem Fall.

Magura gibt denen, die im Kampf sterben, die Kraft, in eine Welt aufzusteigen, in der die Seele nicht quält und leidet, wo sie sich erholen und in ein neues Leben gehen kann.

Magura ist die Verkörperung der Hüterin, die hilft, den Mut nicht zu verlieren, aufzustehen und weiterzugehen, egal was kommt. Sie hilft den Menschen, einen neuen Sinn im Leben und in ihren Handlungen zu finden.

Genau von dieser Göttin stammt das Wort „mogu“ (ich kann). Man kann Magura um Hilfe rufen, wenn man in seiner Sprache die Worte „ich kann nicht, es gelingt mir nicht“ bemerkt. Sie wird den Zustand des „Ich kann“ einhauchen, Kraft zum Handeln und zum Weiterleben geben.

In jeder Frau sind die Göttinnen gegenwärtig: als Seelenzustand, als Charaktereigenschaften, als Kräfte. Es ist wichtig, sich daran zu erinnern, dass der Mensch nicht allein ist, dass ihm immer die Göttinnen Russlands zu Hilfe kommen werden – die Urmütter, die Urgroßmütter des russischen Volkes.

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