In dieser Artikelreihe erfährst du, wie du die Ahnenkraft stärken kannst, was eine Ahnenfamilie ausmacht und wie sich positive und negative Ahnenprogramme auf unser Leben auswirken.
Teil 1 — [Du bist hier] — Ahnenkraft stärken: Was ist eine Ahnenfamilie?
Teil 2 — Ahnenprogramme: Warum sich bestimmte Schicksale in Familien wiederholen
Teil 3 — Hexerei in der Familie: Was Flüche und Liebeszauber über Generationen anrichten
Teil 4 — Warum kommt kein Kind? 3 verborgene Gründe aus Sicht der Ahnenprogramme
Was ist die Ahnenfamilie?
Die Ahnenfamilie umfasst alle Menschen, die durch Blutsverwandtschaft miteinander verbunden sind – in der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft.
In der russischen Tradition wird die Ahnenfamilie als ein Baum dargestellt:
- Die Wurzeln und der untere Teil des Baumes stehen für unsere Vorfahren,
- Der Stamm und die Äste stehen für die heute lebenden Familienmitglieder,
- Die neuen Zweige, die wachsen und sich weiterentwickeln, stehen für die Nachkommen.
Alle Teile des Baumes – die Blätter, Zweige, Wurzeln und der Stamm, ganz gleich, wo sie sich innerhalb des Baumes befinden – sind durch eine gemeinsame Grundlage und dieselben Wurzeln miteinander verbunden. Genauso sind alle Familienmitglieder miteinander verbunden, unabhängig davon, ob sie noch leben oder bereits verstorben sind. Sie haben gemeinsame Vorfahren und sind durch ihr Blut miteinander verbunden.
Blut ist der Träger genetischer Informationen. In unseren Genen sind die Aufgaben unserer Ahnenfamilie, ihre Erinnerungen und die Erfahrungen früherer Generationen verankert.
Ahnenkraft stärken: Wie entsteht der Kraftstrom?

Der Kraftstrom der Ahnenfamilie entsteht, wenn die Menschen innerhalb der Ahnenfamilie:
- ihre angeborenen Fähigkeiten und Talente entdecken, entfalten und weiterentwickeln.
- neue Fertigkeiten einbringen und verlorene oder vergessene Fähigkeiten wiederbeleben.
- im Laufe ihres Lebens ihre Bestimmung erfüllen und die Aufgaben lösen, die ihnen von früheren Generationen überliefert wurden.
- ihre Schwächen überwinden und eigene Unzulänglichkeiten ablegen.
- über sich selbst hinauswachsen und Gutes tun, um das Leben anderer Menschen zu schützen und zu verbessern.
Je mehr Menschen solche Dinge tun, desto stärker und größer wird dieser Kraftstrom. Auf diese Weise entsteht die Ahnenkraft. Wer seine Talente entfaltet und seine Bestimmung erfüllt, kann damit aktiv dazu beitragen, die Ahnenkraft zu stärken.
Ahnenkraft durch die Entfaltung von Talenten
Eine Frau hat musikalisches Talent, eine schöne Stimme und kann gut zeichnen. Sie besucht eine Kunstschule, macht ihren Abschluss und arbeitet anschließend in ihrem erlernten Beruf, wobei sie ihr zeichnerisches Talent weiterentwickelt. Ihre musikalischen Fähigkeiten und ihre schöne Stimme nutzt sie jedoch überhaupt nicht und hat sie längst vergessen.
Die Frau hat sich dafür entschieden, das zu tun, was ihr leichtfällt und gut gelingt. Dabei lässt sie ihre anderen Fähigkeiten und Talente unentfaltet, und damit auch einen Teil ihrer Kraft.
Für den Kraftstrom der Ahnenfamilie ist das nur ein kleines Rinnsal, das zur gemeinsamen Kraft beiträgt.
Ahnenkraft durch die Wiederbelebung vergessener Fähigkeiten
Ein Mann arbeitet als Bilanzbuchhalter in einem großen Unternehmen. Als er eines Tages seine Eltern auf dem Land besucht, erfährt er bei einem gemeinsamen Familienessen die Geschichte seines Urgroßvaters, der Imker war.
Es stellt sich heraus, dass die Männer väterlicherseits über Generationen hinweg für ihre herausragende Imkerei bekannt waren. Sogar das Dorf wurde nach ihnen benannt: Ptscholkino, was so viel wie „Bienendorf“ bedeutet. Doch dann kamen die Revolution und der Krieg. Sein Urgroßvater wurde getötet, die Imkerei zerstört und die Familientradition fand ein Ende.
Der Mann beginnt, in Familien- und Stadtarchiven zu recherchieren, und erfährt dabei viel Neues und Interessantes über seine Vorfahren. Er interessiert sich zunehmend für Bienen, ihre Haltung und die Erzeugnisse der Imkerei. Schließlich fasst er den Entschluss, einige Bienenstöcke zu kaufen und darin Bienenvölker anzusiedeln. Natürlich läuft anfangs nicht alles reibungslos. Außerdem ist es schwierig, ständig von der Stadt aufs Land zu fahren. Doch nach und nach findet er sich immer besser in die Imkerei ein. Die Zahl seiner Bienenstöcke wächst, die Bienenvölker gedeihen, und bald bleibt sogar Honig übrig – zunächst für den Eigenbedarf und später auch für den Verkauf.
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Die Arbeit mit den Bienen macht ihm so viel Freude, dass er beschließt, seinen Job in der Stadt aufzugeben und dauerhaft aufs Land zu ziehen.
Einige Jahre später ist aus seinen wenigen Bienenstöcken eine große Imkerei geworden. Die Bienenprodukte mit dem Logo „Ptscholkino“ sind weithin bekannt und beliebt, nicht nur in den umliegenden Ortschaften, sondern in der gesamten Region.
Für den Kraftstrom der Ahnenfamilie ist das ein großer Zuwachs an Kraft. Durch sein Handeln hat der Mann eine vergessene und verlorengegangene Fähigkeit und ein Talent wiederbelebt, die einst von Generation zu Generation weitergegeben wurden. Und wenn wir einen Blick in die Zukunft werfen, sehen wir, wie der Mann auf der Imkerei Ptscholkino von seinem kleinen Sohn tatkräftig unterstützt wird – seinem zukünftigen Nachfolger.
So lässt sich die Ahnenkraft stärken: Vergessene Fähigkeiten werden wiederbelebt und wertvolle Traditionen an die nächste Generation weitergegeben.
Ahnenkraft durch das Lösen von Aufgaben und das Erfüllen der eigenen Bestimmung

In einer Ahnenfamilie herrschte keine Einigkeit zwischen den Verwandten. Sie stritten sich ständig, gerieten aneinander und brachen den Kontakt zu anderen Familienzweigen ab. Als eine Frau dieses Muster erkannte, beschloss sie, etwas daran zu ändern und die Verwandten wieder miteinander zu versöhnen. Dafür bestickte sie für jede Familie ein eigenes traditionelles Handtuch, ein sogenanntes Rushnik. In die Stickmuster ließ sie ihre Wünsche nach Frieden, Einigkeit und Harmonie einfließen.
Nach einiger Zeit begannen sich die Beziehungen zwischen den Verwandten zu verbessern. Sogar gemeinsame Familientraditionen entstanden, darunter regelmäßige Familienessen und gemeinsame Feiern.
Für den Kraftstrom der Ahnenfamilie ist das ein großer Zuwachs an Kraft. Durch ihr Handeln hat die Frau ein Problem gelöst, das sich durch die Ahnenfamilie zog, die einzelnen Familienzweige wieder zusammengeführt und die Verwandten miteinander versöhnt.
Ahnenkraft durch das Lösen von Problemen und das Überwinden von Schwächen
Eine 30-jährige Frau ist alleinstehend, hat zwei Hochschulabschlüsse und verdient sehr gut. Ihre Karriere steht im Mittelpunkt ihres Lebens. Beziehungen zu Männern wollen nicht gelingen, doch sie hält das für unwichtig. Sie ist überzeugt, dass sie alles allein schaffen kann und dass eine Familie ein Relikt der Vergangenheit und völlig sinnlos ist.
Ihre eigene Mutter musste früher alles allein bewältigen und ihre Tochter ohne Partner großziehen, denn der Vater hatte die Mutter bereits vor der Geburt des Mädchens verlassen.
In ihrem Unternehmen fanden regelmäßig verschiedene Seminare und Trainings statt. Diesmal ging es um die Beziehungen zwischen Mann und Frau und darum, wie man lernt, miteinander zu verhandeln und gemeinsame Lösungen zu finden. Geleitet wurde das Training von einem Ehepaar.
Die Frau war erstaunt darüber, wie die beiden miteinander umgingen, miteinander kommunizierten und sich gegenseitig unterstützten. Für sie war das eine völlig neue Erfahrung, denn zuvor hatte sie eine solche Art des Miteinanders noch nie erlebt.
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Aus Neugier begann sie, Bücher über zwischenmenschliche Beziehungen zu lesen und Seminare zu besuchen. Ihre Weltanschauung, ihre Interessen, ihre Einstellung zum Leben und zu Männern sowie ihr Verhalten und ihr Charakter veränderten sich. Sie fand neue Freundinnen und sogar männliche Freunde. Die Karriere rückte in den Hintergrund, und sie begann, von einer eigenen Familie zu träumen.
Bei einem weiteren Seminar lernte sie eines Tages einen Mann kennen, mit dem sie eine Beziehung einging. Sie verliebten sich ineinander und heirateten ein Jahr später. Wenn wir einen Blick in die Zukunft werfen, sehen wir, dass sie noch immer zusammen sind und sich genauso aufrichtig lieben wie am Anfang. Sie führen eine enge, herzliche Beziehung, haben wunderbare Kinder und sogar Enkelkinder.
Für den Kraftstrom der Ahnenfamilie ist das ein großer Zuwachs an Kraft, denn diese Frau hat sich mit ihren eigenen Schwächen und Unzulänglichkeiten auseinandergesetzt und dadurch sowohl ihr eigenes Leben als auch das Leben ihrer Ahnenfamilie zum Positiven verändert.
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Als Kind war ein Mann schwächlich und oft krank. Er hatte eine zarte, schmächtige Statur. In seiner Jugend meldete er sich in einer Kampfsportschule an, begann intensiv Sport zu treiben und achtete auf eine gesunde Ernährung. Mit der Zeit entwickelte er sich zu einem gesunden, starken und kräftigen jungen Mann. Nach seinem Hochschulabschluss entschied er sich für einen Beruf, in dem er Menschen in Notfällen retten und ihnen helfen konnte.
Im Laufe seiner beruflichen Tätigkeit wurde er mehrfach für seinen Mut und seine Tapferkeit ausgezeichnet. In seiner Freizeit, neben seiner Arbeit und seinem Familienleben, leitete er einen Selbstverteidigungskurs für Jugendliche.
Für den Kraftstrom der Ahnenfamilie ist das ein großer Zuwachs an Kraft, denn dieser Mann hat sich selbst überwunden und seine körperliche Gesundheit grundlegend verbessert. Darüber hinaus hat er viele gute Taten vollbracht und anderen Menschen geholfen.

Fazit
Wenn ein Mensch seinen Schwächen nachgibt, sich vor der Lösung von Aufgaben und Problemen drückt, sich mit Verwandten streitet und den Kontakt zu ihnen abbricht, seine Eltern nicht respektiert, keine Familie gründet und keine Kinder bekommt, beginnt der Kraftstrom der Ahnenfamilie zu versiegen. Die Lebensenergie und die Ahnenkraft nehmen ab, sowohl bei diesem Menschen selbst als auch bei den übrigen Familienmitgliedern.
Auf diese Weise entstehen ungelöste Aufgaben innerhalb der Ahnenfamilie, aus denen negative Ahnenprogramme hervorgehen.
Beachte: Es ist wichtig, nicht um Kraft von der Ahnenfamilie zu bitten. Sie ist keine Steckdose, an der du dich ständig aufladen kannst. Vielmehr geht es darum, selbst Kraft in den gemeinsamen Strom einzubringen und ihn durch die verschiedenen oben beschriebenen Möglichkeiten wiederherzustellen und zu stärken. Wenn alle nur Kraft entnehmen, aber niemand etwas zurückgibt und den Kraftstrom erneuert, wird er irgendwann versiegen..
Jeder Mensch kann dazu beitragen, die Ahnenkraft zu stärken, indem er seine Talente und Fähigkeiten entfaltet und weiterentwickelt, neue Fertigkeiten und Kenntnisse einbringt, eigene Schwächen überwindet, persönliche Aufgaben löst, über sich selbst hinauswächst und seine Bestimmung erfüllt. Die dabei entstehende persönliche Kraft fließt in den gemeinsamen Kraftstrom der Ahnenfamilie ein und verstärkt ihn um ein Vielfaches.
Ein starker Kraftstrom der Ahnenfamilie bedeutet, dass das Leben der Familienmitglieder reich an interessanten Erlebnissen und Begegnungen mit Menschen ist, die sie unterstützen und ähnliche Ziele verfolgen. Der Wohlstand wächst, und es werden viele Kinder geboren. Das Leben der einzelnen Familien und jedes Familienmitglieds wird erfüllter und glücklicher.
Je mehr gute Taten ein Mensch für sich selbst und andere vollbringt, desto besser geht es allen Zweigen des Ahnenbaums.
Lana Chulanova, Ekaterina Zemljanaja
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